Meine Motivation

 

Jeder Mensch ist wertvoll, so wie er ist.

Ich habe selbst erfahren, wie ungesund sich das eigene Leben anfühlt und wie krank und erschöpft man werden kann, wenn man nicht selbstbestimmt lebt, sondern sich an Werte hält, die in der Gesellschaft anerkannt sind, für sich selbst aber bei näherer Betrachtung nicht wirklich stimmig sind.

Durch die eigene Erfahrung eines Burnouts habe ich eine mehrjährige Selbst-Entdeckungszeit durchlaufen. In dieser Zeit habe ich gelernt, meine eigene Situation zu analysieren, mich selbst wertschätzend anzunehmen, meine eigenen Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und Bausteine für den eigenen Heilungsweg zu finden.

Jeder Mensch hat von Geburt an ganz persönliche Fähigkeiten und Eigenschaften. Im Laufe des Lebens „verlieren“ viele von uns diese Fähigkeiten, weil sie für das Umfeld oder die Gesellschaft nicht gewinnbringend erscheinen und daher als negativ dargestellt werden. Das veranlasst uns, unsere Fähigkeiten als nicht positiv anzusehen und abzustellen, weil wir auf die Wertschätzung der anderen angewiesen sind. Wir versuchen dem, was in der Gesellschaft anerkannt ist, nachzueifern. Das spricht aber oft  nicht mit unseren inneren Fähigkeiten und Bedürfnissen überein und macht uns erst unzufrieden und dann über kurz oder lang krank. Der Körper weiß eher als der Verstand, was gut und nicht gut für uns ist und zeigt uns unsere Grenzen auf.

Jede Art von Krankheit ist ein Signal genau hinzuschauen, ob das Leben, das ich gerade führe, meinen inneren Bedürfnissen entspricht. Und da wo ich merke, dass ich unter Druck bin, da wo ich merke, dass ich mich unwohl fühle, da sollte ich genau hinschauen und hinfühlen und nach und nach, Schritt für Schritt, oder sogar Schrittchen für Schrittchen, neue Wege gehen.

Zu allererst ist die Wahrnehmung der eigenen Gefühle von Druck, Enge, Unwohlsein, aber genauso auch von Freude, Wohlfühlen und Wohlwollen wichtig. Es ist wichtig, diesen Gefühlen Raum zu lassen, genügend Zeit zum Nachspüren zu lassen, sich selbst keinen Druck zu machen. Erst wenn ich die gerade unangenehmen Gefühle deutlich wahrnehmen und benennen kann, kann ich langsam und behutsam anfangen, die Situation zu verändern, damit es gut für mich wird.

In fast jeder Situation kann ich zufrieden sein. Es kommt auf die Einstellung zu den Dingen an. Wie heißt es doch „change it, love it or leave it“ oder „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden“.

Wir haben durch unsere Sozialisation leider verlernt uns mit unserem inneren Kern zu verbinden. Wir glauben durch wissenschaftliche Beweise zu wissen, was der richtige Weg für jeden einzelnen von uns ist.

Wir haben bereits alles in uns und brauchen uns „nur“ mit unseren Inneren  zu verbinden, um den für uns stimmigen Weg zu gehen. Nicht im Kopf und mit dem Verstand, sondern über das Unbewusste gelingt es uns wieder mit dem inneren Kompass, der inneren Führung, der göttlichen Stimme, oder wie unsere innere Quelle auch immer genannt wird, zu verbinden.

Aber wie gelingt uns das?

Zuerst einmal können wie die engen Grenzen, die uns umgeben, wahrnehmen, um sie dann nach und nach abzulegen. Dazu lassen wir sie hin und wieder durchlässig werden. Dabei hilft es uns, hin und wieder locker und frei zu werden, um uns mit unserem Inneren zu verbinden. Das geht am besten dort, wo wir ganz entspannt und unkontrolliert sind. Das kann in der Natur, beim Wandern, beim Sport sein, das kann im Malen, im Gestalten, im Kreieren sein. Das kann beim Beobachten der Natur, der Tiere sein, das kann beim Lauschen des Windes oder des Meeres sein. Es gibt so viele Facetten und wenn wir uns unseren Sinnen anvertrauen und sie zulassen und auch genießen können, spüren wir, was uns gefällt und gut tut und auch, was uns nicht gefällt oder nicht gut tut.

Es ist erst einmal wichtig die eigenen Gefühle wahr zu nehmen und nicht ins Denken zu kommen. Jedes Gefühl darf sein und bringt uns näher zum inneren Kern, zu dem was uns gut tut und dem, was wir brauchen. Ist das Gefühl positiv, ist es negativ? Alles das sind Hinweise. Ein gutes positives Gefühl zeigt mir, dass gerade etwas gut für mich ist. Ein negatives Gefühl zeigt mir, dass gerade etwas nicht gut für mich ist. Und daraus können wir dann nach und nach Schritte ableiten, die uns helfen immer weniger negative Gefühle zu haben. Und frühzeitiger als heute festzustellen, dass etwas nicht so gut für uns läuft, um dann andere Wege zu gehen.

In dem wir Dinge tun, die kein eigentliches Ziel haben, wobei wir nichts leisten müssen als einfach nur zu sein. Leider haben wir das oft verlernt. Das können und dürfen wir wieder neu lernen.

Es ist jedoch erst einmal wichtig, sich selbst wahrzunehmen. Sich selbst zu erlauben, eine andere Einstellung oder einen Wunsch zu haben. Denn wir selbst sind die wichtigsten Personen in unserem Leben, nur wir selbst können uns das geben, was wir brauchen.

Ich darf neue Seiten von mir zeigen, weil ICH sie gut finde. Egal was andere dazu sagen. Es wird immer Menschen geben, die diese gut finden und andere, die sie gar nicht gut finden. So ist das Leben, so unterschiedlich sind die Vorlieben der Menschen und alles darf sein. AUCH ICH! Und es tut gut, sich mit Menschen zu umgeben, die mich und meine Art wertschätzen.

Und genau das ist das Ziel, Dinge tun, die mir guttun und mich mit Menschen umgeben, die mir wohlwollend, gerne auch liebevoll kritisch, gegenüberstehen. Liebevoll, annehmend, wertschätzend kritisch ist hier gemeint und nicht Kritik gleich Liebe. Eine wohlwollende Annahme setzt voraus, dass nicht generell abgewertet wird, keine Pauschalaussagen getätigt werden. Und wichtig ist beim eigenen Gefühl zu bleiben und dies in Worte zu kleiden.

Es ist ganz wichtig in welcher Wortwahl eine Äußerung gemacht wird. Hier ist das wohlwollende, das annehmende und den anderen sehende gemeint. Wie der Spruch, achte auf deine Worte, sie werden Taten…..

Ganz wichtig ist mir in jedem anderen einen wertvollen Menschen, einen Teil der Schöpfung, des Göttlichen oder wie auch immer man das bezeichnen möchte, zu sehen. Allein schon diese Grundhaltung verändert uns und damit unsere Wirkung im Außen. Wenn ich den anderen nicht sehe als jemanden der meine eigene Wirklichkeit bedroht, sondern als jemanden, der für sich selbst sorgt, bringt dies schon eine andere Haltung. Ich darf bei mir sein, ich darf meine Werte ernst nehmen, egal wie andere darüber denken. Ich darf meine Wünsche äußern. Und wenn ich immer mehr zu meinem Inneren komme, kann ich meine Wünsche auch immer klarer benennen. Und wenn ich diese Wünsche klar benenne, kann sich mein Gegenüber auch klar positionieren. Dann können neue Wege gesucht und gefunden werden. Das heißt nicht, dass es nicht konfliktfrei funktioniert. Konflikte bzw. das Gefühl von Wut oder Ärger sind ein Zeichen von Grenzüberschreitung. Hier darf genau hingeschaut und nachjustiert werden. Diese Konflikte werden weniger je mehr ich bei mir selbst angekommen bin.